Die Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz (AG KI) wurde im Rahmen des österreichischen Forums neue Medien in der Lehre (fnma) mit dem Ziel eingerichtet, das Thema Künstliche Intelligenz im Hochschulkontext strukturiert, kritisch und zugleich praxisorientiert zu bearbeiten. Zu Beginn umfasste die AG KI 32 Mitglieder aus 21 Hochschuleinrichtungen. Bis zum Abschluss des Arbeitsprozesses wuchs die Liste der Mitwirkenden auf mehr als 55 Personen aus Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in Österreich an. Die Zusammenarbeit erfolgte im Zeitraum von April 2025 bis Mai/Juni 2026 im Rahmen von mehr als 15 größeren Online-Sitzungen über Zoom. Die Sitzungen fanden in der Regel monatlich, zumeist am 15. des jeweiligen Monats, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr statt. Die erste Sitzung wurde am 1. April 2025 mit 25 Teilnehmenden durchgeführt. Die letzte, als „Abschlusssitzung“ bezeichnete Sitzung, die der Veröffentlichung der Ergebnisse gewidmet war, fand im Mai 2026 statt. Die Zahl der Teilnehmenden an den Sitzungen lag überwiegend zwischen 12 und 25 Personen.
Bereits in den ersten Sitzungen wurden mehrere zentrale Fragestellungen diskutiert, die den weiteren Arbeitsprozess maßgeblich prägten. Erstens zeigte sich, dass der Begriff „Good-Practice-Beispiele“ präzise definiert werden musste. Ein Beispiel ist nur dann von Nutzen, wenn es auf den Kontext einer anderen Institution übertragbar ist. Daher mussten unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, darunter kostenpflichtige Tools, rechtliche Vorgaben und die Verfügbarkeit technischer Infrastruktur. Zweitens wurde die Frage der schnellen Veralterung der Publikation thematisiert. Es wurde beschlossen, den Fokus von konkreten Tools auf allgemeine didaktische und pädagogische Potenziale zu verlagern. Drittens wurde die Zielgruppe definiert: Lehrende und Forschende an Hochschuleinrichtungen sowie Entscheidungsträger:innen.
In der fünften Sitzung am 15. Juli 2025 wurden die Themenliste, die Autor:innenteams und die Koordinator:innen finalisiert:
Jede Untergruppe organisierte ihre Arbeit eigenständig und verfügte über einen eigenen Ordner in der fnma-Cloud sowie über eine für die Koordination verantwortliche Person. Die gemeinsamen Sitzungen dienten in dieser Phase vor allem der Präsentation von Statusberichten aus den Untergruppen, dem Erfahrungsaustausch und der übergreifenden Koordination.
Zu den wichtigsten Entscheidungen gehörten:
Das Endprodukt der Arbeitsgruppe ist eine gemeinsame Publikation in Form einer digitalen Broschüre, die unter der Lizenz CC BY 4.0 veröffentlicht wurde. Die Publikation folgt den acht definierten Themenbereichen und enthält zu jedem Kapitel eine Liste der Autor:innen, Kontaktdaten, die vertretenen Institutionen sowie einen QR-Code, der zur vollständigen Version der jeweiligen Materialien führt.
Zentrale Inhalte:
Die Arbeit der AG KI zeigt, wie durch eine kontinuierliche und freiwillige Zusammenarbeit einer großen Zahl von Institutionen auch ohne zweckgebundene Finanzierung eine umfangreiche gemeinsame Ressource geschaffen werden kann. Entscheidend war dabei ein flexibler Umgang mit dem Arbeitsplan. Nachdem sich das ursprünglich vorgesehene Forschungsziel aufgrund institutioneller Einschränkungen als nicht umsetzbar erwiesen hatte, verlagerte die Gruppe ihren Fokus auf die kollaborative Entwicklung von Materialien.
Die offene und kollegiale Arbeitsatmosphäre, die klare Aufteilung in acht thematische Untergruppen mit benannten Koordinator:innen sowie die konsequente Veröffentlichung der Ergebnisse als Open Educational Resources stellten die zentralen Erfolgsfaktoren dar. Zugleich bilden sie die Grundlage für die Fortführung der Aktivitäten der Arbeitsgruppe im kommenden Zeitraum.
Kontakt der AG-Leitung
Branko Andic
Die Ausgabe widmet sich dem Thema "Bildungsprozesse in Studium und Lehre: Erziehungswissenschaftliche Beiträge zur Hochschulforschung". Beiträge können bis 15. September 2026 eingereicht werden.
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